47. Duisburger Akzente - Begegnungen - Was uns trennt, was uns verbindet

47. Duisburger Akzente I  KONZERT
Milli sings „The Legend of Monk"
5. März    Soziokult. Zentrum Stapeltor    Foto:  Milli Häuser

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47. Duisburger Akzente I  LITERATUR
Saša Stanišić im Gespräch mit Anke Johannsen
16. März    Zentralbibliothek Duisburg     Foto: M. Terhorst

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47. Duisburger Akzente  I  FILM
Live Cinema – Vincent Moon 
22. März    Kulturkirche Liebfrauen   Foto: Gabriele Weide

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47. Duisburger Akzente  I  TANZ
Animale sociale – Kaiser Antonino Dance Ensemble

14./15.  März     Museum DKM   Foto: Sharon Zindany

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47. Duisburger Akzente  I   INSTALLATIONEN
El Laberino del Cuco
13. bis 15. März     Kulturkirche Liebfrauen     Foto: Itinerania

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47. Duisburger Akzente  I  THEATERTREFFEN
Fremder als Mond
27./28. Februar    Theater Duisburg     Foto: Julian Räder

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Duisburger akzente  2026

27. Februar bis 22. März 2026
Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet

 

Es sind nicht unsere Unterschiede, die uns trennen. Es ist unsere Unfähigkeit, diese Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und zu feiern.
Audre Lorde – US-amerikanische Schriftstellerin.

 

Begegnungen prägen unser Leben. Manche erweisen sich als schicksalhaft oder lebensverändernd. Manchmal entpuppen sie sich als banal oder enttäuschend, obwohl wir vielleicht eine „Ewigkeit“ darauf gewartet haben. Es gibt Begegnungen, um die man nicht herumkommt, denen man sich stellen muss und dann gibt es die spontanen, unvorhergesehen Begegnungen, die uns täglich passieren. Letztendlich wissen wir meistens jedoch in dem Moment der Begegnung nicht um deren Bedeutung. Sie offenbart sich häufig erst in der Rückschau, manchmal trifft uns aber die Liebe auch auf den ersten Blick. Einer Voraussetzung dafür bedarf es allerdings: wir müssen die Begegnung zulassen.

 

Dazu braucht es Orte der Begegnung. Wo aber begegnen wir uns in unserer Gesellschaft? Wo laufen sich Menschen über den Weg, die in vielem nicht sind wie man selbst? Wo begegnen wir uns in einer Zeit des Abbaus öffentlicher Infrastruktur, die insbesondere die Menschen im Ruhrgebiet trifft? Erschwerend kommt zudem eine immer stärker werdende Individualisierung unserer Gesellschaft hinzu. Wir puzzeln uns unsere Lebensgestaltung anhand unserer eigenen Interessen zusammen. Massenorganisationen wie Gewerkschaften, Parteien oder Kirchen verlieren zunehmend Mitglieder. Wie sollen wir dann aber Verständnis für Armut oder Mehrsprachigkeit entwickeln, wenn wir im Alltag nicht mit ihnen konfrontiert sind, wie unterschiedliche kulturelle Hintergründe als bereichernd verstehen, wenn wir sie nicht erleben?

 

Kultur bietet uns diese Möglichkeit. Kulturinstitutionen begreifen sich zunehmend nicht nur als Spielstätten, sondern als Orte der Begegnung. Sie dienen dem Austausch zwischen verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und Sozialisationen. Kultur spielt sich nicht nur konsumtiv ab, sondern Partizipation ist erwünscht und vielerorts fest verankert. Dies ermöglicht eine Begegnung zwischen Künstlerinnen und Künstlern und dem Publikum auf Augenhöhe. 

 

Schon immer waren die Duisburger Akzente ein Festival, das die unterschiedlichsten Sparten verbindet, sich an etablierten und ungewöhnlichen Orten präsentiert und zum Diskurs zwischen Künstlerinnen und Künstlern sowie dem Publikum auffordert. Wäre das nicht eine wunderbare Gelegenheit, sich zu treffen, auszutauschen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede zu feiern? Begegnen wir uns!

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