Die Utopie der rationalen Verwaltung

Konzepte zur Effizienzsteigerung in der städtischen Bürokratie 1920-1960 / Vortrag von Dr. Andreas Pilger, Stadtarchiv Duisburg

Die Utopie der rationalen Verwaltung
Lochkartenabteilung der Stadtverwaltung Duisburg, 1960. Foto: Stadtarchiv Duisburg
Die Utopie der rationalen Verwaltung

Stadtarchiv Duisburg


VORTRÄGE / DISKUSSIONEN / RUNDGÄNGE
Karmelplatz 5
47051 Duisburg
Eintritt: Eintritt frei

Donnerstag, 04.04. 18:00 Uhr

Die Jahrzehnte nach den beiden Weltkriegen waren für die Duisburger Stadtverwaltung Zeiten des beschleunigten organisatorischen Wandels. Wachsende öffentliche Aufgaben, vor allem im Sozialbereich, auf der einen und begrenzt zur Verfügung stehendes Personal und Finanzmittel auf der anderen Seite führten innerhalb der Stadtverwaltung zu Maßnahmen der Effizienzsteigerung bei der Aufgabenwahrnehmung. Dazu zählten die kritische Überprüfung des Aufgabenkanons und des administrativen Aufbaus, eine verstärkte Standardisierung der Geschäftsabläufe und Aktenführung und nicht zuletzt der verstärkte Einsatz von Technik. Vielen dieser Ansätze lagen utopische Vorstellungen von der Wirkungsmacht rationaler Planung zugrunde. Der Vortrag arbeitet diese utopischen Idealvorstellungen vom reibungslosen Ablauf der Bürokratie heraus und zeigt auf, welche Probleme regelmäßig aus dem Zusammentreffen einer eindimensionalen Zweckrationalität mit einer nur eingeschränkt planbaren und von Menschen gestalteten Lebenswelt resultierten.